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ALLES NEU IN DER MEDIENBRANCHE? DIE WICHTIGSTEN PUBLISHING-TRENDS 2020

2020 January 22 at 14:22PM

Frisch motiviert starten wir ins Jahr, und in was für eins: 2020 - ein neues Jahrzehnt, neuer Elan, neue Ziele. Aber ist wirklich alles neu? Was verändert sich für die Medienbranche und wie schaffen wir es, unsere Inhalte zuverlässig zu monetarisieren? Von KI über Content Marketing bis hin zu neuen Personalisierungsmaßnahmen - wir haben für Sie die wichtigsten Publishing-Trends zusammengefasst.

Publishing Trend 1: Prozessoptimierung mit Künstlicher Intelligenz

Verlage setzen heute auf zeitgemäßes, erfolgreiches Multichannel Publishing. Dabei eröffnet Künstliche Intelligenz Publishern auch 2020 große Chancen. Mit Hilfe selbstlernender KI-Systeme können Prozesse beschleunigt und optimiert werden. Einen großen Vorteil stellt die Strukturierung von Inhalten über das Auto-Tagging dar: Bereits publizierte Artikel werden zu thematisch ähnlichen Gruppen zusammengefasst und Benutzergruppen mit ähnlichen Interessen identifiziert. So werden wichtige Zielgruppen auf Knopfdruck gefunden und mit personalisierten Produkten bespielt. Auch bei der Bewertung von Content kann Zeit eingespart werden - selbstlernende KI-Lösungen erkennen automatisiert Premium-Content, der Ihnen in Folge zahlreiche Monetarisierungsmöglichkeiten eröffnet. Schon vor der Veröffentlichung können Inhalte mit besonders hohen Reichweiten identifiziert werden. So bieten Sie Ihren Inserierenden nicht nur eine hohe Erfolgssicherheit, sondern profitieren auch von höheren Erlösen. Wer in 2020 auf KI setzt, hat gute Chancen, Wettbewerbsvorteile für sich zu nutzen. 

Publishing-Trend 2: Was erzählt wird, zählt

Podcasts oder Stories gehören schon seit einiger Zeit zu den präferierten Formaten der Leser und wachsen dieses Jahr weiter in ihrer Relevanz. In der Bahn, im Auto oder vor dem Einschlafen: Podcasts waren noch nie so beliebt wie heute. Das Marktforschungsunternehmen Forrester prognostizierte in seinen Voraussagen für das Jahr 2020, dass Podcasts den nächsten “$ 1 Billion Media Market” bilden werden. Für Publisher sind Nachrichten-Podcasts vor allem interessant, um ein vorwiegend junges Publikum zu erreichen, ihre gut recherchierten Geschichten zu erzählen und zusätzliche Einnahmen zu generieren. Über Podcasts können aber auch Nischen bedient werden, was vor allem für kleinere, spezialisierte Medienhäuser interessant sein dürfte. 

Nicht minder beliebt sind Stories, die umfangreicheren Content übersichtlich anteasern und vor allem Nutzer mit mobilen Endgeräten ansprechen. Allein in den Facebook-Apps werden nach eigener Aussage täglich mehr als eine Milliarde Stories geteilt. Pioniere der Publishing-Branche wie The Telegraph oder The Economist investieren aktiv in das Story-Format, das die Zielgruppe optimal erreicht und den Newsfeed zunehmend ablösen wird. Der Telegraph nutzt beispielsweise Snapchat und Instagram, um jüngere Abonnenten anzuziehen. Auch der Economist veröffentlicht regelmäßig Stories auf Instagram, die beliebten sogenannten “Weekend Reads”, in denen die besten sechs Artikel der Woche vorgestellt werden. 

Publishing-Trend 3: Content Marketing 

Längst nutzen Publisher und Unternehmen Content Marketing, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen auf sich zu ziehen. In der Folge wächst der Markt und die Masse an Content steigt kontinuierlich an. Das Paradoxon: Content, Ihr eigentliches Asset, wird zum frei verfügbaren Gut. Die Grenzen zwischen Journalismus und Marketing verschwimmen und der Druck steigt. 

Für Publisher bietet diese Entwicklung eine große Chance: Unternehmen, die Content Marketing betreiben, sollten nicht rein als Konkurrenten, sondern vielmehr als potenzielle Abnehmer für Inhalte angesehen werden. Darüber hinaus besitzen Verlage einen entscheidenden Vorteil, denn sie verfügen über das Know-how und über eine eigene Reichweite, die Unternehmen für erfolgreiches Content Marketing zwingend benötigen. Diese können Sie nutzen, um beispielsweise in Form von Native Advertising Einnahmen zu generieren. 

Immer mehr Verlagshäuser gründen zudem eigene Content-Agenturen aus und bieten damit eigenständig Content Marketing als Dienstleistung an. Publisher, deren Vertriebsmodell auf Bezahl-Content beruht, können über Content Marketing aktiv ihre Einnahmen steigern. Leser wollen durch Content informiert und unterhalten werden, daher lehnen sie klassische Werbung kategorisch ab. Mit frei verfügbaren Inhalten ziehen Sie Leser an, um ihnen im Anschluss Ihren Bezahl-Content zu verkaufen - so funktioniert klassisches Content Marketing.

Publishing-Trend 4: Kundenbindung

Verlage arbeiten intensiv daran, ihre Marke stärken und den Leser an ihr Medium zu binden. Idealerweise wechselt er nur wenig zwischen unterschiedlichen Angeboten und findet alle gesuchten Informationen auf einer Plattform. Diese User zeichnen sich durch eine hohe Verweildauer aus und sind einfacher zu monetarisieren als Gelegenheitsleser. Tägliche Nutzungsgewohnheiten lassen sich strategisch beeinflussen, indem Sie zum Beispiel einen auf Nutzerebene personalisierten Newsletter versenden. Mit dieser Maßnahme hatten The Times und The Sunday Times großen Erfolg: Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz bekamen mehr als 100.000 Leser individualisierte Newsletter, die sich der gesammelten Informationen aus dem täglichen Leseverhalten bedienten. So animierte das Medienhaus seine Nutzer dazu, in den hauseigenen Produkten zu lesen. Das Resultat: ein Rückgang der Abwanderungszahlen von 49%.

Fazit

Mit diesen Trends haben Sie die Möglichkeit, die Schrauben in Ihrem Unternehmen weiter in Richtung Erfolg zu drehen. Ein Leser, der sich persönlich angesprochen fühlt und dank gutem Content Marketing nützliche Inhalte erhält, ist positiv gestimmt und bleibt Ihnen treu. Weiterhin erleichtert KI schon heute viele Arbeitsschritte und bewirkt mehr Effizienz für Ihren Erfolg in der Publishing-Branche.

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